Auf einem Spaziergang durch den Ort Morsbach stößt man auf so manche Sehenswürdigkeit.
Beginnen wir am Rähn-Willem-Brunnen auf dem Rathausplatz. Von dort aus führt der Rundweg die Kirchstraße hinauf vorbei an alten Fachwerkhäusern und dem Brunnen, an dem rastende Wanderer von urkomischen Wesen gefoppt werden.
Die katholische Pfarrkirche, die mit ihrem Turm den Ort Morsbach überragt, ist als staufisch-romanische Emporenbasilika im 12. und 13. Jh. gebaut worden.
Rund um die Kirche und durch die Gasse „Zur Burg" geht"s wieder die Kirchstraße hinab. Zwischen den Häusern kann man rechts über eine Treppe hinunter in die Bachstraße gelangen und von dort über die schmale Bruchsteinbrücke zur Straßenkreuzung in der Ortsmitte.
Hier lohnt sich noch die Suche nach dem Fachwerkhauswinkel „Rheinischer Hof". Im Kurpark hinter dem Rathaus kommen am Ende des Spaziergangs Alt und Jung auf ihre Kosten.
Vom Aussichtsturm südlich des Ortes Morsbach gelegen hat man, gutes Wetter vorausgesetzt, einen herrlichen Panoramablick über das Gemeindegebiet und bis zum Siebengebirge, Sauerland und Westerwald.
Als weitere Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde Morsbach sind das alte Burghaus (16.Jh.) im Ort Volperhausen und die Fachwerkhäuser in Holpe und Oberholpe zu nennen. In der Nachbargemeinde Friesenhagen lädt das Wasserschloß Crottorf zu einem Besuch ein.

- Rähn-Willem-Brunnen am Rathausplatz und Brunnen im historischen Oberdorf
- Aussichtsturm auf der Hohen Hardt/Jähhardt
- Fernblick vom Steimelberg bei Alzen
- Fernblick von der Silberhardt bei Hülstert/Stippe
- Fernblick von der Landstraße 324 zwischen Oberzielenbach und Lichtenberg
- Blick von der Jugendherberge auf den Ort Morsbach, in das Morsbach- und Wissertal
- Fernblick von der Straße zwischen Wallerhausen und Steimelhagen ins Wisser- und Holperbachtal

- Blick auf Ortskern von Morsbach

- Aussichtsturm Jähhardt
Vom Aussichtsturm auf der Hohen Hardt (Jähhardt) haben Sie bei schönem Wetter eine gute Fernsicht bis zum Siebengebirge, ins Sauerland, ins Oberbergische Land, ins Siegerland und in den Westerwald.
Die katholische Pfarrkirche "St. Gertrud" stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, der Turm aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die Kirche ist eine dreischiffige, staufisch-romanische Emporenbasilika mit quadratischem Chorjoch und vorgelagertem Westturm aus Bruchstein. Sie blieb im Laufe der Jahrhunderte im wesentlichen unverändert. Im 14. Jahrhundert wurde eine Sakristei angebaut. 1868, 1922, 1937 und 1954/55 erfolgten Restaurierungen, die den Charakter der Kirche jedoch nicht veränderten.
1954/55 wurden im Chorraum Freskomalereien aus der Erbauungszeit entdeckt und freigelegt. Die Restaurierung erfolgte 1970. Die letzte grundlegende Renovierung der Kirche wurde 1975/77 durchgeführt. Sehenswerte sakrale Kunstwerke: Kreuzweg, auf 14 Holztafeln gemalt, Anfang 19. Jahrhundert; Anna-Selbdritt-Gruppe aus dem 15. Jahrhundert; Griechische Ikone (erworben 1933).

- Basilika Morsbach
- Morsbach: staufisch-romanische Basilika aus dem 12./13. Jahrhundert, alte Fachwerkhäuser rund um die Basilika (18./19. Jh.), Fachwerkhauswinkel "Rheinischer Hof" (18./19. Jh.)
- Morsbach-Holpe: Ev. Kirche (16./17. Jh.), Fachwerkhäuser
- Burghaus Volperhausen (Burganlage aus dem 16.Jh.)
- Kapelle in Ellingen (17. Jh.)
- Kapelle bei Flockenberg (um 1680)
- Burgruine Wildenburg und Wasserschloß Crottorf (beide schon in Rheinland-Pfalz gelegen, 13. bzw. 12. Jh.)

- Fachwerkhaus in Holpe, "Rheinischer Hof", Bahnhofstr. 4
Das Burghaus Volperhausen wurde wahrscheinlich Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut. Es gehörte zeitweilig zum Besitz der Grafen von Hatzfeldt und der Gerichtsherren von Morsbach. 1682 wurde das Burghaus wiederhergestellt und 1723 an die Grafen von Spee verkauft.
Es ist ein gut erhaltener Bruchsteinbau von großer Mauerstärke und mit verschiefertem Walmdach. Die Anlage ist heute bewohnt und kann nicht besichtigt werden.

- Burghaus Volperhausen
Schloß der Grafen von Hatzfeldt. Die Wasserburg aus der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde im 17. Jahrhundert teilweise verändert und vergrößert. Das trutzige Torgebäude stammt aus dem Jahr 1685. Vor- und Hauptburg werden von Rundtürmen flankiert. Im Innern sind in einigen Räumen Stuckarbeiten des italienischen Meisters Domenico Rosso (1661) erhalten. Schloß Krottorf ist heute noch Wohnsitz der Grafenfamilie. Zum Schloß gehört ein gepflegter Schloßpark.
Kaum 1 km östlich von Schloß Krottorf thront auf einem Berg die Wildenburg, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde, heute allerdings nicht besichtigt werden kann.
Öffnungszeiten von Schloß Krottorf:
Vom 01.04. - 31.10.
Fr., Sa., So. und an Feiertagen von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
Von November bis März geschlossen.
Auskunft: Tel. 0 22 94 / 403
Web: www.hatzfeldt.de

- Schloss Krottorf
Wanderung zum Aussichtsturm auf der Hohen Hardt (Jähhardt)
Bei schönem Wetter hat man von der Aussichtsplattform einen herrlichen Blick in den Westerwald, zum Siebengebirge, ins Bergische Land, ins Siegerland und Sauerland. (ab Autowandererparkplatz Morsbach, Haus am Kurpark, Wegstrecke A1/4,8 km)
Wanderungen zum Hollenstein
Der Hollenstein ist ein auf einer Waldlichtung gelegener Felsblock. (ab Autowandererparkplatz Morsbach, Haus am Kurpark, Wegstrecke weißes Dreieck/11,8 km)
Morsbach, staufisch
Romanische Basilika aus dem 12./13. Jh. mit alten Freskomalereien.
Burg Volperhausen
aus dem 16. Jh. (nicht von innen zu besichtigen).
Wasserschloß Crottorf
mit Schloßpark, ca. 9 km von Morsbach entfernt, eines der besterhaltenen Wasserschlösser Westdeutschlands.
Besucherbergwerk Grube Silberhardt in Windeck-Öttershagen
www.grube-silberhardt.de
Museen im Rheinland
www.museen.de/museen/rheinland.htm/
Erntedankfest in Lichtenberg
(2. Wochenende im September)
Lage
Rom liegt ca. 5 km nördlich des Ortes Morsbach im oberen Teil des Römerbachtales, 310 m über NN. Die Straßenanbindung erfolgt über den Ort Lichtenberg. Bis zur Weltstadt Rom in Italien sind es 1.503 Kilometer.
Name
„Rom“ soll ein alter Ausdruck für Erz und Metall sein. In der Tat hat die Gemeinde Morsbach eine 600 Jahre alte Bergbautradition.
Geschichte
Rom ist weder von den Römern gegründet, noch von ihnen bewohnt worden. Die genaue Entstehung ist unbekannt. In der Mercatorkarte von 1575 und in der Landkarte von Jordan von der Wayhe (1607) ist der Ort mit „Room“ verzeichnet. Schon 1429 ist Rom im Besitz der Herren von Diezenkausen, die 1506 mit dem wildenburgischen Gut Ellingen belehnt wurden und sich später „von Ellingen“ nennen. Bei einer Erbteilung im Jahr 1570 kommt der Hof Rom an Johann Sturm aus Blankenberg und seine Schwester Apollonia, deren Vater eine von Ellingen geheiratet hatte. Im Jahr 1648 soll in Rom ein Quereinhaus (Fachwerkhaus) erbaut worden sein. Das Haus wurde 1955 abgerissen. Erhalten ist noch ein Türbalken mit Inschrift: „Wir sint gar fremte Gesde unt pauen hier gar feste unta wier sollen ewig hin ta dencken wier gar seltn hin – Erpaut 1648“
Einwohner
Noch 1741 wird nur eine Feuerstätte erwähnt (= 4 Einwohner); 1860: 17, 1900: 15, 1960: 28, 2003: 51 Einwohner mit Hauptwohnsitz.
Sehenswürdigkeiten
In Rom gibt es ein Hotel mit Kegelbahn, einen Bauernhof und ein Dutzend Wochenendhäuser.
St. Heinrich-Kapelle mit dazu gehörigem „Trevibrunnen“. Die Kapelle wurde zwischen 1976 und 1981 erbaut und verfügt über einen Glockenturm, einen Weihrauchspender aus der Geburtskirche Jesu in Jerusalem und über zwei Abdrücke der Riemenschneider-Steinbüsten (15. Jhd.) aus dem Bamberger Dom, des heiligen Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde. In einem komplizierten Verfahren wurden sie durch die Bamberger Dombauhütte als Abguß von der Grabplatte des Kaiserpaares genommen. Es ist bisher der einzige Abguß.
Seit Anfang der 90er Jahre hat Rom auch einen eigenen „Aeroporta Roma“, einen Hubschrauberlandeplatz mit Ampelanlage.
Gaststätte und Hotel „Zum Römertal“ seit 1952, zuvor Pensionsgäste auf einem Bauernhof seit 1931.
In der Nähe von Rom befindet sich das Wintersportgebiet von Morsbach mit Abfahrtshang, Schlepplift, Rodelbahn und Loipen. Rom ist umgeben von mehreren kennzeichneten Wanderwegen.
Anekdoten und Ereignisse
Alle Einwohner Roms marschierten in den 70er Jahren in der Rudi-Carell-Show „Die verflixte Sieben“ auf, allen voran Heinz Klein mit dem Ortsschild von Rom.
Michael G. erhielt von seinen Arbeitskollegen 1996 zum Eintritt in den Ruhestand einen Reise nach Rom geschenkt. Er war seit 1961 als Copilot beim Bundesgrenzschutz tätig und für die Technik und Sicherheit bei allen „VIP-Flügen“ prominenter Staatsgäste der Bundesrepublik verantwortlich. Mit Staatskarosse, Eskorte und Hubschrauberbegleitung landete G. dann schließlich in Rom bei Morsbach mit Privataudienz beim „Papst“ – zum Gaudi seiner 30 Arbeitskollegen. Wie G. ist es schon anderen passiert, denen der Kegelclub oder Freunde eine Reise nach Rom geschenkt haben und dann in dem kleinen Ort bei Morsbach gelandet sind, ob per Hubschrauber oder mit dem Auto.
Auch Sportreporter Kurt Brumme musste in den 80er Jahren eine Wette einlösen. Er hatte im Radio gelobt, wenn Arminia Bielfeld dem Abstieg aus der Bundesliga widererwartend entgehen sollte, wolle er zu Fuß nach Rom laufen. Da kam er auch kurze Zeit später an; Dank eines Freundes, der das kleine Rom im Oberbergischen kannte, musste der Reporter nicht bis nach Italien laufen.
Seit 1980 laden jedes Jahr Heilig Abend die Weihnachtsbläser nach Rom ein, um Weihnachtslieder zu singen. Ins Leben gerufen wurde diese Tradition von dem Morsbacher Arzt Basil Rischmaui, der nahe des Hirtenfeldes von Bethlehem geboren wurde.
Wer nach Rom bei Morsbach Post schickt, dem sei geraten, die Postleitzahl (51597) nicht zu vergessen. Immer wieder kommen Postsendungen im kleinen Rom an, die den Umweg über das große Rom in Italien gemacht haben.
Viele Ausflügler kommen nach Rom, nur um das Ortsschild zu fotografieren oder eine Ansichtskarte von Rom an Verwandte oder Freunde zu schicken. Hin und wieder schreibt auch der geschäftstüchtige Wirt des Hotels zum Römertal schon mal ein Autogramm auf eine Ansichtskarte „Seine Scheinheiligkeit Heinrich III. von Rom“. In der Tat wird der Wirt Heinz Klein oft „der Papst von Rom“ genannt. Dieser Name ist so eingebürgert, dass viele glauben, der Gastronom von Rom heißt wirklich mit Familiennamen „Papst“.
Im August 2002 stattete Joachim Kardinal Meisner, der Erzbischof von Köln, Rom einen Besuch ab und zwar auf einer Fußwanderung von Morsbach aus. Nur der echte Papst ist noch nicht in Rom gewesen!
C. Buchen

- Rom bei Morsbach

- Die Entfernung von Rom bei Morsbach nach Rom in Italien beträgt 1.503 km











